Metadaten mit GeoNetwork erstellen#

Hinweis

Um den FARI Prinzipien u.a. des OGC gerecht zu werden, ISO-konforme Geodaten bereitzustellen und ggf. auch INSPIRE-Anforderungen zu erfüllen gibt es eine Reihe von Software, die uns dabei unterstützt diese Anforderungen zu erfüllen.

Hinweis

Es gibt verschiedene Normen, die mit Hilfe von GeoNetwork und dessen Benutzeroberfläche verwaltet werden können:

  • Dublin Core

  • ISO 19115 (oder Vorgänger ISO 19139)

  • INSPIRE

Diese Normen finden sich in der Adminkonsole unter Metadaten & Vorlagen

INSPIRE Ja oder Nein?#

Hier ist ein guter Leitfdaden der GDI-DE zum Vorgehen mit Metadaten & deren Geodatendienste (WMS/WFS): INSPIRE Umsetzung - GDI-DE

Eine Schritt für Schritt Anleitung (engl.): INSPIRE-konforme Einträge in GeoNetwork

Eine sehr gute Übersicht, welche Felder INSPIRE-konform ausgefüllt werden müssen, findet sich auf dieser Seite: Metadatenelemente für Dienste nach INSPIRE-Festlegungen

🎯 Übung#

Anstatt klassischer Arbeitsblätter kannst du die Aufgaben als „Quests“ oder Level strukturieren. Das erhöht den Reiz, die oft pingelige Metadaten-Validierung erfolgreich abzuschließen.

Schritt 1: Metadaten importieren#

  • Lernziel: XML-Austausch von Metadaten kennen lernen

  • Aufgabe: Lade einen Beispiel-Datensatz über den bereitgestellten Link der GDI-BW herunter (als XML) und importiere ihn in deinem GeoNetwork-Konto.

    • Füge Ihn der Gruppe webgis-2026 hinzu

    • Hinweis: Häkchen bei „Neue UUID generieren“! aktivieren.

  • Arbeitsauftrag: Finde heraus, unter welcher INSPIRE-Kategorie (Thema) dieser Datensatz aktuell einsortiert ist. Ändere den Titel so ab, dass dein Vorname darin vorkommt, damit wir ihn im Katalog wiederfinden.

Schritt 2: Die Validierung#

  • Lernziel: Anwendung der Verordnung (EG) Nr. 1205/2008 hinsichtlich Metadaten in der Praxis.

  • Aufgabe: Nutze die interne Validierungsfunktion im GeoNetwork.

  • Arbeitsauftrag: Führe eine Validierung deines Metadatensatzes durch. Das System wird dir (wahrscheinlich) Fehler anzeigen. Deine Mission: Behebe die roten Warnungen (z. B. fehlende Zugänglichkeitseinschränkungen oder unvollständige Ansprechpartner), bis die Validierung erfolgreich durchläuft.

Schritt 3: Metadaten mit Geodiensten koppeln#

  • Lernziel: Metadaten zu unseren Geodiensten (WMS/WFS) in GeoNode, GeoServer oder QGIS-Server verlinken.

  • Aufgabe: Verknüpfe den „toten“ Metadatensatz mit den Geodatendiensten. Dies ist im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1089/2010 über die Bereitstellung von Geodaten und Geodatendiensten ein wichtiger Schritt, um die Auffindbarkeit und Nutzbarkeit deiner Daten zu erhöhen.

  • Arbeitsauftrag: Wechsle zu deinem Metadatensatz, bearbeite Ihn und füge unter „Online-Ressourcen“ die GetCapabilities-URL des GeoServers hinzu (z. B. https://[DEIN-SERVER]/geoserver/wms). Wähle als Protokoll OGC:WMS Web Map Service aus und trage den Layer-Namen ein (Format: Workspace:Layer). Nutze QGIS, um die WMS- und WFS-Dienste abzufragen.

Cheat-Sheet: GeoNetwork & INSPIRE Metadaten#

Tipp für die Praxisphase: Speichere regelmäßig zwischen! Die Vorgaben der Richtlinien sind streng und die Validierung verzeiht wenig, aber mit diesen Grundlagen umschiffst du die häufigsten Fehlerquellen.

1. GeoNetwork Navigation & Editor-Tipps#

  • Ansichten wechseln: Nutze im Editor oben rechts das Dropdown-Menü, um zwischen „Standardansicht“, „INSPIRE-Ansicht“ und „Vollständiger Ansicht“ zu wechseln. Die INSPIRE-Ansicht blendet unnötigen Ballast aus und fokussiert sich auf das Wesentliche.

  • Schnelles Speichern: Speichert den aktuellen Stand, ohne den Editor zu verlassen. Nutze das regelmäßig nach größeren Anpassungen.

  • Speichern & Schließen: Speichert die Daten und bringt dich zurück zur Katalogübersicht.

  • Fehler-Check (Validierungs-Button): Führe die Validierung direkt im Editor aus. Rote Kreuze zeigen dir genau an, in welchen Reitern noch Pflichtfelder leer oder fehlerhaft sind.

  • Verzeichnis-Suche (Lupe): Klicke auf das Lupen-Symbol neben Kontaktfeldern, um Personen oder Organisationen aus dem internen Verzeichnis zu laden, statt alle Daten (Adresse, Mail) mühsam von Hand einzutippen.

2. Die INSPIRE-Pflichtfelder#

Wenn die Validierung fehlschlägt, liegt es zu 90 % an diesen fünf Bereichen:

Feld

Was wird verlangt?

Typischer Fehler

Identifikation

Eindeutiger Titel und eine verständliche Beschreibung.

Abstract ist zu kurz, komplett leer oder unverständlich.

Schlüsselwörter

Mindestens ein Schlagwort aus dem Thesaurus.

Es wurden nur Freitext-Wörter verwendet statt der Thesaurus-Anbindung.

Verantwortliche Stelle

Wer ist zuständig? (Name, Organisation, E-Mail).

Es wurde keine „Rolle“ (z. B. Eigentümer, Verwalter) aus dem Dropdown zugewiesen.

Zugang & Nutzung

Klare Angaben zu Lizenzen und Nutzungseinschränkungen.

Feld vergessen. Oft muss explizit „Keine Bedingungen“ ausgewählt werden, wenn es frei ist.

Datenqualität (Lineage)

Kurzer Text zur Herkunft: Wie wurden die Daten erhoben?

Feld bleibt leer. Ein prägnanter Satz reicht oft schon (z. B. „Digitalisiert aus Luftbildern“).

3. Online-Ressourcen verknüpfen (Die GeoServer-Anbindung)#

Metadaten ohne Geodaten sind nur halbe Kataloge. Um deinen Datensatz mit einer Karte zu verbinden, navigierst du zum Bereich „Online-Ressourcen“.

  • URL: Trage hier die GetCapabilities-URL deines GeoServers ein (z. B. https://[DEIN-SERVER]/geoserver/wms).

  • Protokoll: Wähle zwingend OGC:WMS Web Map Service (für Karten zum Ansehen) oder OGC:WFS Web Feature Service (für Vektordaten zum Download) aus der Liste.

  • Name der Ressource: Trage hier exakt den Layer-Namen (Format: Workspace:Layer) aus dem GeoServer ein, damit GeoNetwork den richtigen Dienst aufruft.